Die Gießener Sondersprache Manisch ist jetzt mit anderen Rotwelsch-Dialekten Immaterielles Kulturerbe der Unesco. Sie vermittelten "Sprachkompetenzen, aber auch kulturelles Wissen, das seit Jahrhunderten weitergegeben wird", schrieb die Deutsche Unesco-Kommission.
Die Dialekte basierten auf einer Mischung aus Deutsch, Westjiddisch, Romani und weiteren Sprachen. Das Gießener Manisch sei ursprünglich Geheimsprache gesellschaftlicher Randgruppen gewesen, erklärte die Stadt. Seit den 1970ern werde es verstärkt als Symbol einer gemeinsamen Einwohneridentität verwendet.